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Informationen rund
um den Obus – informations about trolleybuses
Obus Solingen
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Zur
Erhaltung einiger Museumsobusse in Solingen ist 1999 der Verein Obus-Museum
Solingen e.V. gegründet worden. Der Verein präsentiert sich seit dem 1. Januar
2005 auf der homepage:
www.obus-museum-solingen.de .
Mittlerweile
gehören einige Fahrzeuge zum Bestand, eine Auflistung ist auf der
vereinseigenen Homepage http://www.obus-museum-solingen.de/ unter dem Navigationspunkt
„Fahrzeuge“ zu finden!
Nachfolgend
mehr zur Geschichte des Vereins:
Nach 13
Jahren kehrte der über 40 Jahre alte Obus 059 des Typs ÜHIIIs
der ersten Generation im Juni 1999 nach Solingen zurück. Er wurde Ende 1974 aus
dem Liniendienst genommen, blieb jedoch bis 1984 angemeldet. Ende 1988 wurde er dann an einen Sammler in Aachen verkauft. Neben einigen
Lastkraftwagen aus den 50er Jahren verblieb er bis 1999 dort. Die Überführung
nach Solingen wurde am 17.06.99 von einer privaten Gruppe organisiert, der
Preis in Höhe von 10.000,-- für den Rückkauf wurde von privater Hand (unter
anderem von Hugo Tschöp, der Vater vom
Vereinsmitglied Nr.002 Hans-Jürgen Tschöp) zusammengetragen.
Eine Abstellung des Wagens auf dem Stadtwerke-Gelände
konnte jedoch in erster Zeit nicht ermöglicht werden, so dass der Wagen
zuerst vor dem Depot auf einem Parkplatz stand.
Erst nach Gründung des Vereins hat die SWS den vorgestreckten Beschaffungspreis
für den Wagen übernommen.
Unter dem
Arbeitstitel Obusmuseum Solingen e.V. wurde am 2.7.1999 eine erste Versammlung
der zukünftigen Mitglieder zur Erhaltung dieses Wagens einberufen. Von den etwa
50 geladenen Personen erschienen 23, 19 weitere entschuldigten sich. In dieser
ersten Mitgliederversammlung wurden der Vorstand und die Beisitzer gewählt. Am
19.7.1999 fand eine erste Sitzung des Vorstands an, um eine Satzung
aufzustellen und die Eintragung als gemeinnütziger Verein zu erreichen. Der
Name der Gruppe lautet "Obusmuseum Solingen (e.V.)", die erste
Vereinsadresse lautete Behringstraße 33, 42653 Solingen. Für Spenden zur Instandsetzung
des Fahrzeugs wurde ein Konto bei der Volksbank Remscheid-Solingene.G.
(Konto-Nr. 375 600, BLZ Nr.340 600 94) eingerichtet.
Das erste
Ziel des Obus-Museum Solingen war die Aufarbeitung des ÜHIIIs
059, ein Fernziel war die Errichtung eines Museums auf einem geeigneten Gelände
nach Vorbild der englischen Obusmuseen. Dieses Museumskonzept wurde mit
Zeichnungen und Beschreibungen konkretisiert und am 28.10.2000 im Rahmen einer Präsentationsfahrt des Bergischen Rings zur Regionale
2006 der Politik und den Medien vorgestellt. Das Konzept sah die
Einrichtung einer Obuslinie auf einem ca. 11 ha großem
Gelände vor, an der 7 Haltestellen passiert werden. An den Haltestellen
sollen themenbezogene Gebäude und Einrichtungen zu besichtigen
sein, unter anderem war die Errichtung einer historischen Feuerwache,
eines Bauernhofs und eines Betriebshofs beabsichtigt
Als
Abstellmöglichkeit für den ÜHIIIs 059 wurde seit
Anfang 2001 eine Fläche auf dem Betriebsgelände der SWS angemietet. Mittlerweile
waren dort weitere historische Wagen abgestellt, unter anderem seit Juli 2001
ein DB O 302 aus Bocholt, der ehemalige SWS-Dieselbus 151 vom Typ O305, seit November 2001 ein
Henschel USL aus Norddeutschland. Die
Stadtwerke Solingen GmbH unterstützte mehr und mehr den Verein, die
Instandhaltung des ÜHIIIs wurde unter anderem jedes
Jahr mit DM 1.000,- unterstützt. Der Verein beabsichtigte, nicht nur Obusse zu
beschaffen, sondern auch einige historische Dieselbusse, deren Bauart für
Solingen von besonderer Bedeutung war. Im Mai 2003 folgte letztendlich ein
weiterer Obus, und zwar der Gelenkobus
55 aus Bern, der 1976 schon einmal zu Demonstrationzwecken
in Solingen war, und bis zum Zeitpunkt des Abtransport nach Solingen über 1,6
Mio. km im Liniendienst verrichtete. Weitere Obusse sollen in Kürze
hinzukommen, und zwar ein Obuszug ex St.Gallen
aus Warschau und ein Solinger MAN-Gelenkobus und Soloobus. Als
Ersatzteilspender wurde aus Marburg der ÜHIIIs
Nr.6 übernommen, der dort von 1952 bis 1968 in Dienst stand. Als weiterer
Zugang ist ein Magirus-Oberleitungswagen aus
Kaiserslautern vorhanden, der am Pfingstsamstag 2002 aus Kaiserslautern
überführt wurde und zum Pfingstfest im Straßenbahnmuseum Kohlfurt erstmals
ausgestellt wurde.
Über
den Aktionskreis Bergischer
Ring wurden 2002 Fördermittel beantragt, um den Wagen eine Überdachung auf der
Fläche der Stadtwerke Solingen Verkehrsbetrieb zu ermöglichen und die
Instandsetzung der ersten Museumswagen durchzuführen.
Nach Abschluß eines Mietvertrags für eine etwa 1000 m² große
Fläche auf dem Betriebshof der Stadtwerke Solingen konnte mit den ersten
Fördermittel die Platzbefestigung durchgeführt werden. Ein Jahr später folgte
dann die Überdachung. Nach einer Ausschreibung konnte dann im Herbst 2004 der
Auftrag zur Restaurierung des ÜHIIIs 059 erteilt werden. Am 29. September 2004 wurde er
nach Polen abtransportiert, dort wurde er bei der Firma FirmaClassic Motors Polska in Warschau restauriert.
Erste
Fahrten für den Bergischen Ring
konnten an Juni 2004 durchgeführt werden. Der MAN-Gelenkobus 5, der im Mai 2003
aus den Liniendienst ausschied, erhielt seien Wiederzulassung und pendelte als
„Stangentour“ jeden zweiten und vierten Sonntag bis Oktober 2005
zwischen Graf-Wilhelm-Platz und Vohwinkel.
Seit Ende 2007 werden
jeden zweiten Sonntag von März bis Oktober Fahrten als „Rittertour“ angeboten, es wurde zuerst im 1¾
Std.-Takt zwischen Burg und Vohwinkel gefahren, derzeit alle zwei Stunden. Seit
2007 kommt der restaurierte und wieder zugelassene ÜHIIIs
59 zum Einsatz, als Ersatz steht der MAN-Dreiachser 42 zur Verfügung, der 2008
vom Verein übernommen wurde.
Soweit ein kurzer
Rückblick auf die ersten 10 Jahre des Vereins, mehr über die weitere Geschichte
und anderes rund um den Verein
auf der Homepage des
Vereins www.obus-museum-solingen.de!
Als
Mitglied im Obus-Museum Solingen e.V. unterstützt man nicht nur die
Instandhaltung und Unterbringung des ÜHIIIs 059,
sondern man erhält auch die Vereinzeitschrift „Das Stangentaxi“.
Interessierte können den beiliegenden Aufnahmeantrag ausdrucken und an
die o. g. Vereinsadresse senden.
Anmeldeformular
bitte hier abrufen oder per E-Mail anfordern: jgk.lehmann@t-online.de
Mehr auf
der homepage: www.obus-museum-solingen.de
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Jürgen Lehmann