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Informationen rund um den Obus – informations about trolleybuses

Reiseberichte 

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Warmes Klima genießen in Coimbra und Castellon vom 13.2. bis 16.3.17

 

Um 10:30 Uhr startete der Ryanair-Flug ab Köln-Bonn mit mir nach Porto, dort landete er planmäßig um 12:10 Uhr Ortszeit (+1 h). Die „Metro“-Station war schnell zu finden, jedoch waren an den sechs Fahrkartenautomaten lange Schlangen. Bei der komplizierten Bedienung der Geräte brauchten die Fahrgäste, die wohl überwiegend erstmals in Porto waren sehr lange. Außerdem nahm der Automat keinen 20 €-Schein, so ging ich wieder in die Halle zurück, wechselte den Schein und stellte mich erneut an. Ich erreichte dann gerade noch die Stadtbahn um 12:41 Uhr.

In der Nähe vom großen Kreisverkehr in Boavista stieg ich aus und ging von hier weiter über den Platz in Richtung Innenstadt. Das Straßenbahndepot, welches ich hier bei meinem ersten Besuch in Porto 1996 noch sichten konnte, ist inzwischen einer Veranstaltungshalle Casa da Musica gewichen. 

Weiter ging es zur Straßenbahnhaltestelle in der Nähe des Hospital Santo Antonio. Hier war auf einem Fahrplan angekündigt, dass die Straßenbahn alle 30 Minuten verkehrt und für eine Fahrt ein Fahrpreis von 3€ galt. Mit der Linie 18 fuhr ich zum kleinen Tram-Depot und zurück. Auf dem Platz .. konnte dann in die Linie 22 umgestiegen werden, hierfür musste aber ein neuer Fahrschein gelöst werden. Da ich den Verlauf der Linie 22 durch die Innenstadt schon beim letzten Mal kennenlernte, ging ich die engen Gassen der Altstadt hinunter zum Abfahrtsort der Tram-Linie 1. Diese verkehrte sogar ab mittags alle 20 Minuten. Ich setzte mich in das benachbarte Restaurante TRAM und beobachtete das Wenden der Triebwagen. Für die Richtungsänderung an der Endhaltestelle musste die Stange umgelegt werden. Dazu werden im Wagen die Sitze umgeklappt, so dass die Fahrgäste wieder in Fahrtrichtung sitzen können.

Ein Kleinbus der Linie ZR brachte mich zur Haltestelle Azevedo unterhalb des Bahnhofs Campanha, von hier nahm ich den Bus der Linie 205 zum Bahnhof hinauf. Somit erreichte ich sogar noch den Zug um 15:47 Uhr, eine Stunde später kam ich am Bahnhof an der Schnellfahrstrecke  Coimbra B an.

Hier nahm ich den Bus der Linie 5 Richtung Innenstadt. Nach rund 1,3 km erreichte der Bus die Kreuzung Largo Arnado, mit Stau kündigte sich hier eine Baustelle an, für die Bauarbeiten war die Fahrleitung der beiden Trolleybuslinien demontiert, somit war der Trolleybusverkehr eingestellt. Nach Recherche im Internet wird dort ein Kreisverkehr eingerichtet, für den Bau gab es Fördermittel der EU. Die Erteilung der Fördermittel wurde im September 2016 bekannt gegeben, die Vergabe der Arbeiten am 23.12.2016:

http://campeaoprovincias.pt/noticia/coimbra-requalificacao-do-largo-do-arnado-pronta-para-arrancar

Ein Busfahrer, der leider kaum englisch konnte, gab mir zu verstehen, dass bis Ende Dezember noch Trolleybusse gefahren sind. Aber er schien nicht böse darum zu sein, nur noch Dieselbusse zu fahren.

 

Abends dieselte ich eine Runde mit der Linie 103, am nächsten Morgen eine Runde mit der Linie 4. Die Fahrleitung der beiden Trolleybuslinien ist zwar alt, aber sie erschien mir ansonsten komplett zu sein. Mittags fuhr ich zum Depot, hier konnte ich Herrn Jose Galas und Herrn Jorge Falcao treffen, die mir einige Informationen zum Trolleybusbetrieb mitteilten. So soll nach Ende der Baustelle der Betrieb wieder aufgenommen werden. Um den Betrieb zu stabilisieren, ist eine Erneuerung der Unterwerke in der Planung der kommenden Jahre erhalten. Die Kosten hierfür obliegen gänzlich der SMTUC, wie auch die der Fahrzeugneubeschaffung. Jedoch ist die Beschaffung von neuen Trolleybussen in den nächsten Jahren nicht geplant. Man erhofft sich einen Denkmalschutz für den Betrieb ähnlich zu Valparaiso. Zur Erweiterung des elektrischen Betriebs sollen 10 Batteriebusse beschafft werden, eine entsprechende Vorlage für den Aufsichtsrat ist in Arbeit.

Die vor der Werkstatt abgestellten Trolleybusse konnte ich anschließend sichten und begutachten. Seitlich stehen 5 Trolleybusse, die offensichtlich nicht betriebsbereit abgestellt und in mehr oder weniger demontierten Zustand sind, und zwar Wagen 69, 66, 68, 57 und 55. Vor der Halle standen in Reihe die Wagen 63 und 54 angedrahtet, die Wagen 59, 51, 75, 67 und 58 abgedrahtet. Davon fielen mir an den Wagen 51 und 67 kleinere Mängel auf, so fehlten beim 67 Abdeckungen der Schußleuchte und der Blinkerleuchte. Herr Galas meinte hierzu: „Die haben sicher bessere Zeiten erlebt“. Somit sind diese beiden Wagen zumindest nicht einsatzfähig. Wagen 54 erhielt eine Erneuerung, seine Felgen sahen frisch lackiert aus. Der Solaris 75 würde zuverlässig laufen, eine Laufleistung konnte jedoch nicht ermittelt werden.  Somit sind wie im Finanzbericht „Plano e Orçamento“ 2017 (siehe http://www.smtuc.pt/smtuc/documentos/financeiros/index.php) beschrieben 11 Trolleybusse mit einem Alter von 33 Jahren vorhanden und der eine Solaris Nr.75 ist mittlerweile 7 Jahre alt.  Im Finanzbericht sind Mittel für die Erneuerung der Unterwerke beantragt, die in den nächsten 4 Jahren erfolgen soll. Die Erneuerung muss von der SMTUC selbst bezahlt werden, es gibt weiterhin keine Unterstützung von der Stadt für den elektrischen Betrieb. Neue Trolleybusse sind in dem Bericht nicht erwähnt, lediglich die Beschaffung von neuen Auto- und Minibussen. Der Autobuspark von knapp 150 Einheiten ist sehr betagt, lediglich 20 Einheiten sind unter 10 Jahre alt. 

 

Hinter dem Depot nahm ich dann die Linie 21, mit einem der 15 Jahre alten Citaro erkundete ich Dörfer im Umland. An der Endstation Arzila wendete der Bus mit Zurücksetzen an einem Straßendreieck. Der Rückweg erfolgte auf einem etwas anderen Linienweg, der Bus fuhr zusätzlich eine Schule an und fuhr danach über eine Straße, die eher als breiter Waldweg zu bezeichnen ist. Es wurde über diesen Weg die Ortschaft Santa Eufémia erreicht, hier steht auch einer der vielen Wassertürme der Stadt. 

Zurück in der Innenstadt fiel mir ein Gerüst mit zwei Stadtbahnwagen auf. Es stand hier ein Hinweis auf eine Metro Mondego. Dabei handelt es sich um ein langjährig geplantes Regionalstadtbahnsystem, welches unter Nutzung einer Eisenbahnstrecke der CP in die rund 25 km östlich gelegene Gemeinde  Serpins entstehen sollte. Die ersten Planungen wurden bereits 1992 aufgenommen, auch im Internet ist die Gesellschaft präsent: http://www.metromondego.pt/

 

Mit der Linie 103 ging es hoch zur Universität, hier starten zwei Linien, und zwar die Linie 34 alle 15 Minuten in südliche Stadtteile und die Linie 28 alle 30 Minuten in nördliche Stadtteile. Kein Wunder, dass die ehemalige Linie 1, nun in Kombination mit der ehemaligen Linie 3 von immer weniger Fahrgästen genutzt wird. Am Vormittag (um 11:20 Uhr ab Estação Nova) konnte ich sogar einen Kleinbus (Nr.156: Mercedes Sprinter) im Einsatz sichten, offensichtlich reicht dieser für die wenigen Fahrgäste aus. Die Buslinie 28 führte mich ab Universität in eine Neubausiedlung in der Nähe des Fernbahnbahnhofs. Hier kroch  gleichzeitig vor uns ein Volvo B10L (Nr.222) den Berg zur Siedlung Monte Formoso hoch, der jüngere Scania der Linie 28 hatte mit der Steigung weniger Probleme, sein Fahrkomfort ließ jedoch sehr zu wünschen übrig, besonders im Leerlauf gab es im Stand ein starkes Zittern.

Anschließend fuhr ich vom Praca Republica mit der Linie 7 am alten Bahnhof vorbei Richtung Toviem. Diese Linie wurde ab 12. Mai 1991 von Trolleybussen bedient, aber wegen Straßenbauarbeiten bereits 1993 wieder eingestellt. Ein Teil der Fahrleitung hängt noch, so konnte ich am Abend zuvor noch die doppelspurige Fahrleitung auf der Rua Do Brasil sichten, jedoch wurde diese an meinem Besuchstag demontiert. Ich stieg an der Haltestelle Estadio aus und beobachtete den Demontagetrupp der Firma Helenas. Der Fahrdraht war bereits verschwunden und die Monteure schraubten gerade die Kummler&Matter-Isolatoren von den Querdrähten. Der Fahrdraht in Richtung Stadtmitte verblieb offensichtlich noch, vielleicht um die Speisung vom Unterwerk auf der Rua do Brasil zum übrigen Netz (über die Fahrleitung der ehemaligen Linie 60 am Estadio) beizubehalten.

Mit dem einzigen Gelenkbus der Linie 7, ein hochfluriger MAN, fuhr ich weiter über Tovim und dem neuen Krankenhaus zur Innenstadt. Nach einem Gang durch die Altstadt konnte ich abends dann doch noch elektrisch fahren, und zwar mit dem Altstadt-Bus 279 (Fabrikat Gulliver mit 8 Sitzplätzen), der entgegen den Angaben im Netzplan ab Largo Portagem startet und eine Zwischenstation an der Kirche Velha abhält. Es war seine letzte Runde durch die Altstadt, der Bus fuhr danach um 18:33 Uhr ins Depot.   

Nach ausgiebigen Abendessen in einem jungen Restaurant mit dem Namen „O Garfinho“ auf der Avenida Fernao de Magalhaes startete ich mit dem Nachtzug nach Madrid, dort konnte ich ein kurzes Treffen mit Dirk Budach vereinbaren. Der Nachtzug fuhr mit 30 Minuten Verspätung ab und kam mit rund 15 Minuten Verspätung in Madrid-Chamartin an.  Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es mit einem neuen Gelenkbus auf der Linie 27 weiter zum Bahnhof Atola, um 11:10 Uhr startete der AVE nach Valencia. Hier bestand 55 Minuten Umsteigezeit, dabei musste der Bahnhof gewechselt werden. Nach rund 1km Fußweg erreichte ich den Nordbahnhof, die Nutzung eines Shuttlebus war auch möglich, dieser pendelte im 10-Minuten-Takt über Bahngelände hin und her. Um 14:00 Uhr startete der Talgo, dieser Schnellzug hatte auch schon bessere Zeiten gesehen. Die bei meiner letzten Fahrt noch vorhandenen alten Röhrenbildschirme wurden jedoch durch Flachbildschirme ersetzt. Die Sitzen sind noch weiterhin mit der alten Polsterung versehen, es gibt weder Tische noch eventuell früher vorhandene kleine Beistelltische.

 

Die Ankunft in Castellon erfolgte mit 5 Minuten Verspätung um 14:50 Uhr. Die Verstärkungsfahrten der Tram-Linie für den 6-Minuten-Verkehr zwischen Parc Ribero und der Universität Jaime I, der mit den Cristalis-Trolleybussen ausgeführt wird, geht nach aktuellem Fahrplan bis 15:30 Uhr. So waren hier die Cristalis Nr. 1 und 2 anzutreffen, die jedoch nur nach ihrem Kennzeichen zu erkennen sind. Die Linie TRAM 1 zwischen Grao und UJI wird inzwischen alle 12 Minuten befahren, es sind ganztägig 6 Kurse im Einsatz. An beiden Tage fehlte Wagen 7, dafür kam dann ein Dieselbus Irisbus Crossway (Nr.6) zum Einsatz. Von den drei 2014 beschafften Irisbus Crossway wird für den Anschlussverkehr in Grao nur noch einer benötigt, an beiden Tagen war dies Wagen 5. Es wird nun alle 24 Minuten über die Cami Vell del Serradal und  zurück über die Hauptstraße Av. de Ferrandis Salvador gefahren, beide Strecken sind je 2,2 km lang. Nur in den Sommermonaten wird die Route an der Sternwarte „Planetari de Castelló“ und die Av. Castalia, die näher an den Stränden liegt bedient, und zwar von einem durchgehenden Verbindung von der UJI, die alle 52 Minuten verkehrt, passend zum 13-Minuten-Takt der Linie TRAM1, der vom 15.6.-14.9.2017 gefahren wird. Der Anschlussverkehr ist weiterhin unglücklich, er wird auch wenig genutzt. Für den Umstieg sind immer lange Wartezeiten angesetzt, es bleiben in der Regel 6 Minuten Zeit von der Ankunft des Trolleybusses bis zur gemeinsamen Abfahrt von Trolleybus und Anschlußbus. Bei der Rückfahrt ist die Zeitspanne sogar noch größer. Da ein Umlauf des Anschlussbusses unter 12 Minuten liegt wäre es für die Fahrgäste an der Cami Vell del Serradal sicherlich attraktiver ohne Wartezeit die Runde durchzufahren. Um den Anschlussbus durch den Stadtteil Grao zu ersetzen, sind Testfahrten mit den Solaris im Batteriebetrieb durchgeführt worden. Diese waren erfolgreich, aber für eine Verlängerung der Linie T1 und Ersatz der Anschlussbuslinie müssten zusätzliche Batterie-/Trolleybusse beschafft werden.

Am Donnerstag vormittag besuchte ich den deutschsprachigen Betriebsleiter Andreas Kössler. Der Batterie- und Oberleitungsbetrieb bewährt sich, häufig sind alle sechs Wagen im Einsatz. Es besteht bislang kein Verschleiss, insbesondere die Batterien weisen auch nach Laufleistungen bis zu 150 Tkm keine Alterserscheinungen auf.  Der Wagen 7 ist wegen elektrischer Probleme seit Freitag defekt, das gleiche Problem trat an diesem Wagen bereits im Dezember auf. Eine Ferndiagnose der Firma Skoda wurde gerade durchgeführt.

In der Werkstatt fielen mir zwei CItyTrains auf, der rote stand in Reparatur, der grüne auf dem Hof. Diese werden in den Sommermonaten im Stadtgebiet eingesetzt. Auch ein Ambulanzwagen stand in der Werkstadt zur Reparatur, auch dieser Wagen gehört der „Autos Mediterraneo“, es werden im Depot keine fremden Fahrzeuge repariert.

 

1118097: Trolleybus 9 befährt langsam den Kreisverkehr über die Autobahn, Andreas Kössler begründete die Langsamfahrt aufgrund höher verlegter Fahrleitung aufgrund Auflagen der Autobahnmeisterei und dadurch ist die Entgleisungsgefahr höher.

 

Am 02/01/2017 erschien ein Artikel in der Lokalzeitung „elmundo“, der stolz auf den Fahrgastzuwachs in 2016 hinweist. Dieser Zuwachs betrug 7,4 % gegenüber 2015. Die vor der Eröffnung des Betriebs erstellten Gutachten errechneten 2,5 Mill. Fahrgästen pro Jahr, hierzu fehlen nun nur noch rund 80.000 Fahrgäste. Bislang gab es keine Fahrpreiserhöhung, der Einzel-Fahrpreis, der in bar beim Fahrer zu entrichten ist, beträgt immer noch 1,05 €. Es wird weiter gehofft, dass mehr Fahrgäste auf Monats- oder Wochenkarten im Vorverkauf zugreifen. Im Wagen 7 werden auch neue Fahrscheinautomaten der Fa. Almex eingebaut, diese können Barcode lesen und Handys mit NFC-Card einlesen, so dass auch diese Technologie Einzug halten soll.

 

Die Spurführung der Firma Siemens ist im vergangenen Jahr an allen Fahrzeugen montiert worden. Für die Ausleuchtung der Fahrspur wurden Leuchten unter dem Fahrzeug angebracht. Lediglich bei einem Wagen (Nr.9) funktioniert die Einrichtung derzeit nicht, ein Zahnrad sei defekt. Die Solaris nutzen diese Spurführung nur bei der Anfahrt an den Haltestellen. Die Cristalis-Trolleybusse sind mit einem alten System ausgestattet, welches nur komplette Spurführung ermöglicht. Auf der 2008 eröffneten Strecke zwischen Parc Ribalta und der UJI sind daher die Fahrspuren weiterhin komplett markiert. Wegen Schäden in der Fahrbahn (abgesenkte Kanaldeckel) wird jedoch derzeit auf die Nutzung des alten Systems verzichtet.

Für mögliche Erweiterungen gibt es derzeit keine konkreten Planungen. Es sollten die umliegenden Orte Villareal (valencianisch und offiziell Vila-real genannt, zweitgrößte Stadt der Provinz Castellón mit rund 50.000 Einwohnern, rund 7 km entfernt von Castellon) und Burriana (weitere 5 km entfernt) mit einer weiteren Tram-Linie angebunden werden. Auch eine Ausdehnung auf den übrigen 16 Linien des Stadtverkehrs (TUCs), die im 15- (Linie L1) und 60-Minuten-Takt verkehren, ist nicht angedacht. Es sind für den Stadtverkehr, der auch von der „Autos Mediterraneo“ betrieben wird, im letzten Jahr drei Fahrzeuge neu beschafft worden, es handelte sich um zwei Diesel- und einen Gasbus, aber keine Elektrobusse.

Die Ortschaft Benicàssim, die alle 30 Minuten von Castellion über Grao von der Autos Mediterraneo bedient wird, ist jedoch mit 18 km zu weit entfernt, so dass eine Verlängerung der Linie T1 hierhin nicht sinnvoll realisierbar ist. Dorthin verkehrt weiterhin eine Linie der Autos Mediterraneo.

Für den vom ersten Betrieb in Castellon noch bei einem Sammler vorhandenen Museumswagen ist im Depot kein Platz, daher sind entsprechende Bemühungen eingestellt. Der Sammler nannte bisher auch keinen Verkaufspreis, so blieb der Wagen weiterhin in der Region Aragón in der Halle des Sammlers.

Die inzwischen neun Jahre alten Cristalis sind alle drei fahrbereit, es wird beim Fahrzeugeinsatz wöchentlich gewechselt, so dass eine gleiche Abnutzung erfolgt. Der Cristalis Nr.2 hat bislang eine Laufleistung von 356.000 km erbracht, das entspricht einer jährlichen Leistung von 41 Tkm. Die Cristalis sind relativ schwere Fahrzeuge mit 13220kg Leergewicht und einem zulässigen Gesamtgewicht von 20 to. 

Weiterhin dürfen die Cristalis mit Ihrem Dieselmotor nicht durch die Innenstadt fahren, so dass sie nur auf der Verstärkungslinie zwischen Parc Ribalta und der UJI zum Einsatz kommen. Ein Batterieumbau der schweren Fahrzeuge wäre zu teuer und wird daher nicht in Betracht gezogen.

Die sechs Solaris MetroStyle sind gegenüber den Cristalis mit 12965kg Leergewicht etwas leichter, die Nutzlast beträgt 19 to. Der Anteil der Batterien an diesem Gewicht beträgt mit Container 1100kg, die Batterien bestehen aus 31 Modulen 24V, 60Ah aus Nano Lithium-Titan-Oxid, pro Modul beträgt das Gewicht 24,7kg. Einzelne Elemente wurden bereits ausgetauscht, die Batteriemodule stammen aus den USA.

Die Ampelsteuerung in der Stadt wurde leider geändert, die Vorrangschaltung für die Trolleybusse entfiel an wichtigen Kreuzungen. Aus diesem Grunde sowie aufgrund des hohen Fahrgastaufkommen war eine Fahrzeit 30 Minuten nicht einzuhalten, somit werden bei bis zu 36 Minuten Fahrzeit ganztägig 6 Fahrzeuge seit dem 28.11.2016 eingesetzt. Der vorherige Fahrplan sah dies nur von 11:00 bis 14:00 Uhr vor, ansonsten waren 5 Fahrzeuge im Einsatz. 

Die Kilometerleistung der Solaris MetroStyle stieg entsprechend. Wagen 11 hat bereits eine Laufleistung von 142.342 km absolviert, im vergangenen Jahr konnte eine Laufleistung von 74.260 km erreicht werden, nachfolgend die erfasste Laufleistung einiger Trolleybusse in Castellion:  

 

Auch bei der Abfahrt hatte der Talgo 5 Minuten Verspätung, er traf dann mit rund 15 Minuten Verspätung in Barcelona Sans um 17:40 Uhr ein. Die R2 Nord zum Flughafen war gerade weg, daher musste ich 30 Minuten Wartezeit überbrücken. 20 Minuten später war ich am Flughafen, der sehr unübersichtlich ist. Direkt neben Zugang von Bahnstation befand sich der Bereich zur Abfertigungskontrolle, aber hier war keine Abflugtafel, ob dies der richtige Ort zum Abflug ist. Nach einigem hin- und herirren fand ich doch noch rechtzeitig den richtigen Abflugausgang und um 19:30 Uhr startete der Flug, 2h 20 Min. später landete ich in Düsseldorf und eine Stunde später um 22:53 Uhr traf ich mit der S8 zuhause ein. Wettermäßig heißt es nun wieder umgewöhnen, nach 21°C in Castellon war hier wieder 9°C mit Regen für den Folgetag angesagt.  

 

 

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